Höchste Zeit zum Erdbeeren pflanzen

Auch wenn die Nächte noch kühl und mitunter sogar leicht frostig sind, die neuen Erdbeeren sind schon in der Erde. Auch in diesem Jahr habe ich wieder die bewährten Lubera-Sorten bestellt, um die restlichen kleinen Gartenflächen zwischen den Beerenobststräuchern voll zu bekommen. Eigentlich bin ich ja immer noch auf der Suche nach DER idealen Sorte, die auch Dauerhitze, wie wir sie in den letzten beiden Jahren hier im Norden hatten, aushält. Von daher soll die Sortenauswahl eher ein Experiment sein, als dass extrem hohe Erträge in diesem Jahr erwartet werden. Schon jetzt zeichnet sich hier in Niedersachsen eine starke Trockenheit ab und der Gießwassereinsatz für Mitte April ist bereits ziemlich hoch.

Drei verschiedene Sorten von immertragenden Parfüm- und Ziererdebeeren, von Lubera, die mich im vergangenen Jahr schon mit ihrem sehr aromatischen Geschmack fasziniert haben. Der Link im Bild führt zu den Lubera Walderdbeeren aus dem oberen Beitragsfoto.

 

Meine persönliche Lieblingssorte mit dunkelrosa Blüten: Immertragende Ziererdbeere Double Pleasure® Hanging Pink Wonder®. Wenn das Wetter mitspielt, kann man fast zuschauen, wie sich die kräftigen Ranken nach unten verlängern.

Situationsbericht aus dem Beerenobstgarten

Die bodendeckenden Walderdbeeren (im Titelbild) waren im letzten Jahr richtig gut. Die Früchte sind zwar etwas kleiner, aber das Aroma ist wirklich einzigartig. Und auch in diesem Jahr fingen sie vom einen auf den anderen Tag an zu blühen, nachdem sie den nassen Winter völlig schadlos überstanden haben. Genau so, wie die noch auf den letzten Drücker im Herbst vorigen Jahres eilig eingesetzten Beerenobststräucher und -Bäumchen, die allesamt sehr gut durch die vergangenen Monate gekommen sind. Bei den Kiwis ist gerade Knospenknall, die Apfelblüte ist durch und schaue ich mir meine Heidelbeeren an, wird es im kommenden Sommer eine Rekordernte geben. Wenn es nicht bei dieser fürchterlichen Trockenheit bleibt und die von vielen Meteorologen vorhergesagte Hitzewelle im Anmarsch ist.

Zauberhafte Apfelblüte im Frühling

Das ging gerade nochmal gut mit dieser zauberhaften Apfelblüte. Die 2 oder 3 ° Nachtfrost hat das junge und erstmals blühende Bäumchen scheinbar schadlos überstanden.

In den nächsten Tagen kommen die selbst gezogenen Tomaten- und Gurkenpflanzen ins Freiland, mehr aus Jux habe ich mich auch erstmalig an Sonnenblumen versucht. Bohnen und Erbsen sind seit einer Woche ebenfalls in den Beeten und nun heißt es: Einfach mal abwarten, was wird.

Garten – der natürliche Rückzugsraum in Krisenzeiten

Und gerade in den vergangenen Wochen habe ich meinen Garten wirklich so richtig schätzen gelernt. Nicht weil ich damit eine Selbstversorgung erreichen will – dazu ist die Fläche meines Ackers viel zu klein. Aber gerade jetzt, während der Coronazeiten und den ganzen Kontakteinschränkungen zu wissen, dass man ein sinnvolles Betätigungsfeld hat und nicht in der Wohnung rumsitzen muss, ist mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen. Von daher hat mich die am Sonnabend völlig unverhofft eintreffende Lieferung von vier Kubikmeter herrlicher Muttererde tatsächlich so richtig glücklich gemacht. Endlich mal wieder im „Dreck“ wühlen zu können und die Tragödien dieser Welt für ein paar Stunden zu ignorieren, ist schon ein ganz besonderes Geschenk, für dass man, auch mit einer gewissen Ehrfurcht und aus Respekt vor der Natur, sehr dankbar sein muss.

Deutschlands beliebteste Erdbeersorten

Na gut – vielleicht nicht genau die von allen deutschen Hobbygärtnern, sondern eher die fünf Lieblingssorten der „Food & Farm“ Redaktion, die ich hier mal einfach übernehme, weil die vier roten Sorten auch meine Favoriten sind:

Platz 1: Senga Sengana

Die intensiv roten Früchte der alten und bewährten Erdbeersorte sind ein wahrer Augenschmaus. Und nicht nur das: Sie schmecken auch süß und aromatisch. Die Pflanzen mögen sandig-humosen Boden und sind resistent gegen Frost. Geerntet wird im Juni und Juli. Die Früchte schmecken als Nachtisch oder auf Kuchen und eignen sich prima für Marmelade.

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Platz 2: Pandora

Sie reift als eine der letzten im Beet und ihre großen, dunklen und leicht säuerlichen Früchte verlängern aufs Schönste den Sommer. Hitze und Regen mag die spät reifende Pandora nicht gern, daher pflückt die Früchte besser in kurzen Abständen. Gut zu wissen: Diese Erdbeerpflanzen brauchen einen Befruchter wie Symphony an ihrer Seite.

Platz 3: Mieze Schindler

Die zarten Früchtchen gelten als die „Pralinen unter den Erdbeeren“. Sie sind klein, duftend und von delikatem Walderdbeeraroma. Aufgrund der Druckempfindlichkeit lässt sie sich nicht lagern, also ab besten gleich vom Strauch naschen. Die Pflanze bildet nur weibliche Blüten und braucht dementsprechend Befruchter, etwa Senga Sengana.

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Platz 4: Symphony

Eine gute und genügsame Sorte für Gartenanfänger, denn die Pflanze und die süßen, festen Früchte sind robust und der Ertrag ist hoch. Kühle Temperaturen oder schlechter Boden können ihr nichts anhaben. Aber: Mit Abstand zueinander pflanzen, denn der starke Wuchs der spät tragenden Sorte erfordert Platz.

Platz 5: Snow White

Was für ein Hingucker: Die hellen Früchte dieser außergewöhnlichen Sorte ziehen im Garten die Blicke auf sich. Wer denkt, die Blässe deutet auf mangelndes Aroma hin, irrt sich. Das weiße Fruchtfleisch schmeckt süß, hat eine zarte Ananas-Note. In leichten Böden fühlt sich „Snow White“ besonders wohl.

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