Warum Beeren?

Es gibt viele guten Gründe für einen Beerenobstgarten

Die Beeren sind jedes Jahr das erste heimische Obst, das wir uns bereits ab dem Frühsommer schmecken lassen können und somit ist es aus dem klassischen Selbstversorgergarten kaum wegzudenken. Beerenobst ist leicht anzubauen, obwohl die Sträucher aufmerksam gepflegt sein wollen und die Ernte ist weniger witterungsabhängig, als es bei Tomaten und vielen anderen Gemüsearten der Fall ist. Besonders wichtig und von unschätzbarem Vorteil: Solch einmal angelegter Beerenobstgarten hält viele Jahre lang, sofern bei der Kultivierung der Sträucher alles richtig gemacht wurde, die perfekten „guten Freunde“ und Nachbarpflanzen in der Nähe sind und der Standort insgesamt stimmig ist. Obwohl hochwertige Sorten bei den Beerensträuchern in der Anschaffung nicht ganz billig sind, lohnt sich die Kultivierung immer, denn als Bonus und quasi zum Nulltarif lassen sich mit wenigen botanischen und gärtnerischen Kenntnissen sehr einfach Stecklinge und Ableger gewinnen, die wiederum zu neuen Beerensträuchern heranwachsen.

Leckeres Beerenobst die gesunden Superfoods von hier

Kulturheidelbeeren, Johannisbeeren Cranberrys, Holunder, Pointilla, Kiwi, Rhabarber, Wein und Sanddorn sind eigentlich die wahren Helden unter den vielgepriesenen Superfoods – mit einer unglaublichen Fülle von Vital- und Nährstoffen, die gleich vor der Haustür wachsen. Gesunde Ernährung kann so einfach sein und braucht keine exotischen Wunderzutaten. Frisch gepflücktes Naschobst aus dem eigenen Beerengarten, sind Vitalturbos, die jede Menge gesunder Inhaltsstoffe, viele wertvolle Vitamine und Mineralien bis hin zu den bei Acai- und Gojibeeren so hoch gelobten Antioxidantien enthalten. Hauptsächlich die dunklen Früchte, wie Heidelbeeren, Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren liefern fast unglaubliche Mengen davon. Sich während des gesamten Gartenjahrs über mit frischen, heimischen Beeren zu versorgen und Erdbeeren oder Brombeeren im Winter aus der Kühltruhe ins Müsli oder den Smoothie zu geben, ist eine ausgezeichnete Alternativlösung zu den weithergereisten, pulverisierten, getrockneten oder verflüssigten Fruchtbomben. Schliesslich wusste schon Sebastian Kneipp, dass der Weg zur Gesundheit durch die Küche und nicht durch die Apotheke führt.

Welchen Nutzen Euch „Mein Beerenobstgarten“ bringt

Für die Beginner unter den Kleingärtnern möchte ich natürlich zunächst eine Motivation zum Anbau der verschiedenen Beerenobstsorten bieten und Eure Begeisterung wecken, mit etwas ganz Tollem zu beginnen. Ich werde Euch die gesamte Zeit über zur Seite stehen, ohne auch nur irgendetwas vorzuschreiben. Unser gemeinsames Ziel: Der schönste Beerenobstgarten der Welt, soll DEINER werden. Kein Platz mehr für Sträucher, diese altbekannte Ausrede zählt überhaupt nicht! Beerenobststräucher machen überall eine gute Figur, ob als essbare Umfriedung zum Grundstück des Nachbarn, im extragroßen Pflanzkübel auf der Terrasse und selbst als „benaschbare“ Wegeinfassung lässt sich ein Beerenobstgarten einrichten. Je nachdem ob Ihr im Frühjahr oder erst im Herbst mit der Kultivierung beginnt, liefern Euch die meisten Sträucher bereits im ersten Jahr kleinere Erträge, um mit dem dritten Standjahr so richtig loszulegen. Zwischendurch mal hier ein bisschen schneiden und dort ein wenig düngen, ansonsten wird sich Euer Pflegeaufwand durchaus in vertretbaren Grenzen halten.

Ich selbst komme aus der Landwirtschaft und habe bereits einige Jahrzehnte Kleingärtnerei hinter mir. Wenn Ihr Lust habt und dieses Portal regelmässig besucht, werdet ihr also allerhand lernen können. Meine Liebe zum Beerenobst ist allerdings erst in den letzten Jahren entstanden, nicht zuletzt deshalb, weil diese Obstsorten im Handel bei Weitem nicht die Qualität haben, wie unsere selbst angebauten Beerenarten. Ein weiterer Grund waren die relativ hohen Erträge – zehn Kilogramm bei einem gut gepflegten und gesunden Johannisbeerstrauch sind nach einigen Jahren und bei gutem Wetter tatsächlich keine Seltenheit. Oder die gut drei Pfund Erdbeeren, die man sich pro Quadratmeter Anbaufläche, besser, günstiger und erheblich gesünder, lieber vom eigenen Acker holt. Das reicht zwar noch lange nicht für ein vollkommen autarkes Leben, aber es hilft dabei. Und mit 120 Gramm frischen Erdbeeren ist Euer Tagesbedarf an gesundem Vitamin C vollständig gedeckt.

So, genug erzählt: Alles, was Ihr wissen müsst, um Euch nun selbst einen Beerenobst-, Leckerschmecker- oder Rund-ums-Jahr-pflücken-Garten anzulegen, erfahrt Ihr ab jetzt hier im Blog sowie im Lexikon und wenn Ihr selbst Fragen habt, unter den einzelnen Beiträgen ist genügend Platz dafür.

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